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Woher kommt die dicke Luft?

Eines der größten Probleme, mit denen wir zu kämpfen haben, ist die Luftverschmutzung. Aber woher kommt eigentlich die dicke Luft?

Millionen Menschen fahren jeden Tag mit dem Auto oder fliegen in den Urlaub. Wir transportieren unsere Lebensmittel und auch unsere Kleidung rund um den Globus, bevor sie im Supermarktregal landen. Unsere Fabriken produzieren immer mehr und die Schornsteine qualmen rund um die Uhr. Für alle diese Dinge brauchen wir Elektrizität und Treibstoff, die in erster Linie aus Kohle, Erdöl oder Erdgas erzeugt werden.

Fossile Energie und erneuerbare Energien

WissenschafterInnen nennen diese Rohstoffe auch „fossile Energieträger“, weil sie aus den Überresten von Pflanzen und kleinen Tieren bestehen und ungefähr 250 Millionen Jahre alt sind. Wir verbrauchen viel mehr Kohle und Erdöl als wir gleichzeitig an neuen Energien produzieren können. Wenn wir mit Windkraft oder Sonne Energie erzeugen, werden weniger Schadstoffe freigesetzt und es gibt auch weniger Luftverschmutzung. Es hat auch den Vorteil, dass Wind und Sonne nicht so schnell ausgehen! 

Durch unseren Lebensstil verschmutzen wir aber nicht nur die Luft. Auch das Wasser und der Boden werden belastet, zum Beispiel durch unser Abwasser oder durch Spritzmittel und chemische Dünger, die in der Landwirtschaft verwendet werden. Auch die große Menge an Müll, die jeden Tag anfällt, und falsche Entsorgung sind ein Problem. 

Windpark © Clipdealer / wajan
Das „Nautilus“-Fossil im Parlamentsgebäude © Parlamentsdirektion / Bernhard Zofall

Nachgefragt: Was sind Fossilien?

Unter Fossilien versteht man Überreste von Pflanzen oder Tieren aus der Vergangenheit, die mindestens 10.000 Jahre alt sind. Wie Erdöl oder Kohle gehören dazu zum Beispiel auch versteinerte Dinosaurierknochen.

Schadstoffverbrauch in Österreich

Weltweit werden täglich große Mengen an Kohle und Erdöl verbrannt. Dadurch werden Schadstoffe in die Luft ausgestoßen. Wie schaut die Situation in Österreich aus? 

Anhand der hellblauen Linie erkennen wir, dass zwischen 2005 und 2018 die Treibhausgas-Emissionen in Österreich zurückgegangen sind. Das ist ein gutes Zeichen. Aber was bedeutet die zweite Linie? Um die Umwelt zu schützen, gelten in Österreich, aber auch in anderen europäischen Staaten, seit 2013 Höchstgrenzen, was den Ausstoß von Treibhausgasen betrifft. Während Österreich 2013 noch weniger Emissionen verursachte, als zulässig war, hat es im Jahr 2016 bereits die Höchstgrenze erreicht. Seit 2017 überschritt Österreich diese Höchstgrenze deutlich, 2018 lag der Ausstoß um mehr als 1,6 Millionen Tonnen über dem zulässigen Höchstwert. 

Nicht nur die Luftverschmutzung ist schädlich für unser Klima, sondern auch unser enormer Energieverbrauch.

YouTube, Netflix und Co. – Wahre Energiekiller

Schaust du dir oft die neuesten Musikvideos auf YouTube an oder freust du dich schon auf die aktuellste Folge deiner Lieblingsserie? Auch das Surfen im Internet beeinflusst die Umwelt! 

Stell dir vor: Jede Minute werden auf YouTube 400 Stunden Videos hochgeladen – und jeder Klick verbraucht Strom! Alle Informationen und Videos werden in riesigen Rechenzentren gespeichert, die Tag und Nacht in Betrieb sind und durch Klimaanlagen und Ventilatoren gekühlt werden müssen. Das verschlingt  Unmengen an Energie. 

Weltweit verbraucht Streaming im Internet jährlich 200 Milliarden kWh (Kilowattstunden) Strom. Damit du dir darunter etwas vorstellen kannst: Mit dieser Menge Strom könnte man alle Haushalte in Deutschland, Polen und Italien für ein Jahr lang versorgen!

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gedruckt am: Montag, 28. September 2020