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Musikland Österreich

Wolfgang Amadeus Mozart, Franz Schubert, die Strauss-Familie, Anton Bruckner, Gustav Mahler, Franz Liszt oder Joseph Haydn  – berühmte Namen, die alle mit Österreich verbunden sind. Die Klassiker der Musikgeschichte verschaffen Österreich auch heute noch internationale Bekanntheit. Aber auch abseits der klassischen Musik hat Österreich musikalisch einiges zu bieten. Österreich ist ein Land der Musikbegeisterten und ein Viertel aller ÖsterreicherInnen hat selbst ein Musikinstrument erlernt.

Ein Lied geht um die Welt

Es ist das bekannteste Weihnachtslied der Welt: „Stille Nacht, heilige Nacht“. Es wurde am 24. Dezember 1818 in einer Kirche in Oberndorf in Salzburg erstmals gespielt. Dort steht heute die Stille-Nacht-Kapelle. Die Melodie stammt von Franz Xaver Gruber, der Text von Joseph Mohr. Bis heute wurde es in über 300 Sprachen übersetzt und seit 2011 ist es von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe in Österreich erklärt worden.

Strauß
An der schönen blauen Donau

Beethoven
Für Elise

Der Liedtitel in verschiedenen Sprachen:

Silent night! Holy night! (Englisch), Astro del ciel, Pargol divin (Italienisch), Noche de paz, noche de amor (Spanisch), Kiyoshi kono yoru hoshi wa hikari (Japanisch), Ô nuit de paix, Sainte nuit (Französisch), Cicha noc, święta noc (Polnisch), Glade jul, hellige jul! (Norwegisch), Csendes az Ej, Szent ez az ej (Ungarisch), Tichá noc, svatá noc (Tschechisch), Tiha noć, sveta noć (Kroatisch), Noite calma, noite santa! (Portugiesisch)

Rock me Austria

Wolfgang Amadeus Mozart ist wohl der berühmteste Österreicher. Das Wunderkind aus Salzburg begeisterte im 18. Jahrhundert die Welt. Heute wird mit dem Namen Mozart aber auch ein weiterer Österreicher verbunden: Falco und sein Hit „Rock me Amadeus“, der in den 1980er Jahren sogar die Spitze der amerikanischen Charts erobern konnte. Das schaffte außer ihm nur ein weiterer Österreicher, nämlich Anton Karas 1950 mit seinen Zitherklängen des „Harry Lime Themes“ zum Film „Der Dritte Mann“.

Nachgefragt: Gibt es ein Recht auf Musik?

Österreich hat eine vielfältige Musiklandschaft. Von Klassik bis Brauchtum, von Schlager bis Punk, von Alpenhorn bis Synthesizer und von Acapella- bis Orchesterklang ist alles dabei. Aber gibt es ein Recht auf Musik? In Artikel 27 der Menschenrechtskonvention ist festgeschrieben, dass alle das Recht haben, „am kulturellen Leben der Gemeinschaft frei teilzunehmen, sich an Kunst zu erfreuen (…)“. Musik kann also durchaus als Teil der Menschenrechte angesehen werden.

The Sound of Music

Mit dem Donauwalzer von Johann Strauss tanzen wir ins neue Jahr. Diese Klänge und die Musik vieler weiterer berühmter österreichischer KomponistInnen versammelt Millionen von Menschen weltweit vor den Bildschirmen, um das Neujahrskonzert der Wiener PhilharmonikerInnen zu genießen. Vor allem im 18. und 19. Jahrhundert zählte Österreich zu einem der Zentren des europäischen Musiklebens. Diese Zeit bildet den Ursprung des immer wieder gerne zitierten Mythos vom „Musikland Österreich“. Aber auch abseits der klassischen Musik ist das Image Österreichs im Ausland von Musik geprägt.

300.000 Menschen kommen jährlich nach Österreich, um sich auf die Klangspuren eines hierzulande fast unbekannten Films zu machen: „The Sound of Music“. Der Hollywoodfilm aus dem Jahr 1965 ist die erfolgreichste Musicalverfilmung aller Zeiten. Der Film handelt von der musikalischen Familie Trapp und ihrer Flucht vor dem Nationalsozialismus. Noch heute ist das Bild vieler TouristInnen aus Übersee, das sie von Österreich und seinen BewohnerInnen haben, von diesem Musikfilm geprägt.

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gedruckt am: Sonntag, 2. Mai 2021