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Gesundheit und Umwelt

Das Thema Gesundheit hat viele Aspekte. Ein wichtiger Faktor, um ein gesundes Leben führen zu können, ist unsere Umwelt. Viele Menschen verbringen gerne viel Zeit in der Natur. In unserer Umwelt finden sich aber auch Verschmutzung, Lärm und Giftstoffe. Je länger und öfter wir uns an einem Ort aufhalten, wo das der Fall ist, desto eher wirkt sich das auf unsere Gesundheit aus. 

Luftverschmutzung

Wenn du einmal im Sommer von einem Berg ins Tal heruntergeschaut hast, ist dir vielleicht eine Art grauer Schleier aufgefallen. Dieser Schleier wird als Smog bezeichnet. Smog bildet sich, wenn die Luft stark verschmutzt ist. Diese Verschmutzung wird zum Beispiel durch die Verbrennung von fossilen Energieträgern oder durch den Einsatz von chemischen Düngemitteln in der Landwirtschaft verursacht. Luftverschmutzung kann Krankheiten wie zum Beispiel Asthma oder Krebs auslösen. Weltweit sterben rund 7 Millionen Menschen jedes Jahr an den Folgen verschmutzter Luft, in Österreich sind es rund 6.000 Menschen jährlich. 

Tipp: Wenn du in der Stadt wohnst, ist es besser, deine Wohnung außerhalb der Hauptverkehrszeiten zu lüften. 

Lärm

Manche Menschen fühlen sich schon durch leise Geräusche gestört, anderen kann es gar nicht laut genug sein. Was jemand als Lärm empfindet, ist von Mensch zu Mensch sehr verschieden und hängt auch von der jeweiligen Situation ab. Ständiger Lärm ist jedoch ein Stressfaktor, erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und hat Auswirkungen auf die psychische Gesundheit. Ab einer Lautstärke von 85 Dezibel kann es zu Gehörschäden kommen. Es kommt aber auch darauf an, wie oft und wie lange man diesem Lärm ausgesetzt ist. 

Tipp: Verwende in der Disko Gehörstöpsel aus Kunststoff und gönne deinen Ohren immer wieder Zeiten, wo es ganz ruhig ist.

Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft 

Damit Erdbeeren und Äpfel das ganze Jahr über im Supermarktregal angeboten werden können, müssen sie mit Pestiziden behandelt werden. Pestizide sind Giftstoffe, die zum Beispiel verhindern, dass der Apfel von Käfern und Insekten befallen wird. In Österreich wird ein Apfel durchschnittlich mit 31 Pestiziden behandelt. Laut der Gesundheitsagentur AGES wurden 2017 in 26 Prozent aller Lebensmittelproben Rückstände von Pestiziden gefunden. Die Konzentration der Pestizide lag in nahezu allen Proben unterhalb der erlaubten Grenzwerte. Dennoch können sie sich negativ auf unsere Gesundheit auswirken. 

Tipp: Kauf vor allem Obst und Gemüse, das derzeit Saison hat und biologisch angebaut wird.

Mikroplastik

Ob als Flasche, als Spielzeug oder als Fasern in Kleidungsstücken – Plastik kommt nahezu überall vor und ist in aller Munde. Und das leider auch im wahrsten Sinne des Wortes. Laut einer Studie nimmt jeder Mensch pro Woche durchschnittlich bis zu fünf Gramm Mikroplastik auf, was dem Gewicht einer Bankomatkarte entspricht. Die Aufnahme der kleinen Plastikteilchen geschieht beim Atmen, Essen und Trinken. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) stellen die gemessenen Mengen an Mikroplastik im Trinkwasser kein Gesundheitsrisiko dar. Welche Auswirkungen Mikroplastik generell auf den menschlichen Körper hat, muss aber erst genauer erforscht werden. 

Tipp: Verwende Mehrweg-Glasflaschen anstatt Plastikflaschen und achte darauf, dass Waschmittel und Kosmetika keine Kunststoffe wie Polyethylen enthalten. 

Es gibt noch weitere Umwelteinflüsse, die ebenfalls schädlich für die Gesundheit sind, z.B. die Hitze im Sommer, die durch den Klimawandel noch verstärkt wird. 

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gedruckt am: Donnerstag, 3. Dezember 2020